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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Praxis der Verkündigung

Hefte für Gesprächskreise

Aus Treffpunkt Bibel 2/2001 Epheserbrief -
das Heft für Teilnehmer von Gesprächskreisen:

Geist der Gemeinde

Text: Epheser 5, 3-20

motivieren

heute:W. W. J. D.
damals: F. I. W. D. H. G.
Sucht das Motto des Paulus im Lektionstext?*

informieren

Wach auf, du Schläfer (V 14): Paulus zitiert hier ein altes christliches Gedicht. War es ein Gemeindelied, verfasst im Anklang an Jes 60, 1? War es ein Tauflied oder ein Ostergesang?
Götzendienst (V 5): hier besonders die Habgier, nicht die klassischen Götter der Antike. Vgl. Mt 6, 24.

erklären

Christen leben in der Welt (V 3-7): Dass Christen Gott gehören (wörtlich "heiliges Volk" sind), hat Konsequenzen, nicht nur für ihr Miteinander (Eph 4, 25-32), sondern auch für ihr Leben unter Nichtchristen. In der damaligen Kultur waren verbindliche ethische Maßstabe zerbrochen. Es gab (ähnlich wie heute) zwei große Themen: Geld (Habgier) und Sex (Geschlechtsverkehr, der nicht dem Willen Gottes entspricht). Paulus verurteilt nicht nur solches Handeln, sondern auch das schamlose und zweideutige Reden darüber. Für Christen gilt: Nicht "mit den Wölfen heulen", sondern bewusst anders leben und sich nicht hineinziehen lassen.

Vor Ansteckung bewahrt bleibt, wer sich aus Dankbarkeit eng an Gott bindet (V 4b, vgl. V 1-2 und V 19-20) und nicht vergisst, dass Gott einmal Rechenschaft fordern wird (V 5b-6).

Christen sind Lichter in der Welt (V 8-14): Gott hat das Leben der Christen radikal verändert. Sie sind nicht mehr Finsternis, sondern Licht. Deshalb können sie anders leben als die Menschen, die keine Verbindung zu Gott haben. Neue Eigenschaften wachsen wie Früchte an einem Baum: Güte, Rechtschaffenheit, Treue und Wahrhaftigkeit. Der neue Maßstab für ihr Denken und Handeln heißt: "Fragt immer, was dem Herrn gefällt".

Das veränderte Leben der Glaubenden ist ein Denkanstoß für die Nichtglaubenden. Wenn Christen "nicht mitmachen", kommt es zu Rücktragen: "Warum seid ihr so?" Christen müssen dann Rede und Antwort stehen. Sie werden bezeugen, wie Sünde unser Menschsein zerstört. Sie können dem Gesprächspartner von Christus, dem Licht der Welt, etwas sagen. Wenn dieser vor Christus ehrlich wird, wird sein Leben hell und klar, und er erlebt die große Veränderung.

Christen wissen worauf es ankommt (V 15-17): Die Christen sollen weise leben. Unter Weisheit versteht Paulus, dass ein Mensch sein Leben in allen Bezügen nach dem Willen und Maßstab Gottes ausrichtet. Damit es dazu kommen kann, ist eine große Bereitschaft zum Handeln notwendig (V 16). In Kol 4, 5 ist dieses Wort eher auf die missionarische Lebensweise bezogen; hier ist der Aufruf zu einem zielorientierten Leben gemeint, das unsere volle Aufmerksamkeit erfordert. Wonach richten wir unsere Prioritäten aus? Was bestimmt unseren Zeitplan?

Christen sind vom Geist Gottes erfüllt (V 18-20): Wovon sollen Christen be-geist-ert sein? Paulus sagt: Lasst euch volllaufen, aber nicht mit Alkohol, sondern mit Gottes Geist! Ein Beispiel besonderer Geisterfüllung sieht der Apostel in den Gottesdiensten, wenn man sich mit Psalmen, Lob und Liedern ermuntert und zur Ehre Gottes singt. Damit wird auch noch einmal der Gemeinschaftscharakter herausgestrichen (Einheit des Leibes!). Wiederum mündet der Gedanke des Paulus in das Lob Gottes ein. Gott soll im Mittelpunkt stehen, ihm gebührt die Ehre!

bündeln

Von Christus erleuchtet, vom Geist erfüllt - so werden Christen zum Licht der Welt.

erfahren

1. vertiefen

  1. Beschreibt Gottes heiliges Volk. Wie soll es sich verhalten?
  2. Im Lektionstext wird eine andere Frucht genannt als in Gal 5, 22-24: Sind die hier genannten besonders wichtig für die Beziehung zu Nichtchristen? Wenn ja - wieso?
  3. Wo kommt in unserem Lektionstext Licht vor? Was gehört alles zum Licht?
  4. Frucht als Bild für erneuertes Leben - wo begegnet uns dieses Bild sonst im Neuen Testament?

2. anwenden

  1. Wie wirkt dieser Text mit den vielen Anweisungen auf Euch?
  • nicht mehr aktuell
  • nötiger denn je
  • Folgende Aussage trifft genau meine Situation: ...
  • Behalten möchte ich aus diesem Text: ...
  1. Fragt Euch, was dem Herrn gefällt in Bezug auf den Umgang mit Sexualität; das Leben im Kapitalismus; die Einteilung unserer Zeit; den Gebrauch von Alkohol und anderen Suchtmitteln.
  2. g Stimmt der Vorwurf: "Im evangelikalen Bereich werden sexuelle Vergehen abgestraft, dagegen wird Habsucht nicht als Sünde wahrgenommen"?
  3. Was unterscheidet Sparsamkeit und wirtschaftlichen Erfolg einerseits, Habsucht andererseits?
  4. Wem gilt Gottes Strafgericht? Auch Christen? Wie gehen wir mit V 5 und 6 um?
  5. Mit Nichtchristen über ihre Sünde zu reden - wann und wie ist das möglich? Tauscht Erfahrungen aus!
  6. Woran erkennen meine Schulkameraden, Arbeitskollegen und Nachbarn, dass ich zu Jesus Christus gehöre? l Wie können unsere Gottesdienste gestaltet werden, damit wir mehr mit Heiligem Geist erfüllt werden?
  7. Die Christen zur Zeit des Paulus sangen unterschiedliche Glaubenslieder: Psalmen, Hymnen, geistliche Lieder. Gibt es unter uns eine ähnliche Vielfalt oder eher Eintönigkeil? Wie wählt Ihr Eure Lieder aus?

Lösung: Eph 5,10 (nach der Gute Nachricht Bibel)

Aus Praxis der Verkündigung 2/2001 Epheserbrief -
das Heft für Leiter von Gesprächskreisen

Geist der Gemeinde

Text: Epheser 5, 3-20

A Eisbrecher

Alle Teilnehmer schließen die Augen und achten auf Geräusche. Anschließend lässt man einen Wecker klingeln. An was erinnert uns dieses Geräusch und welche Gefühle verbinden wir damit?

B Anbetung

  1. Wir singen: "Wach auf, mein Herz, und singe" (Gemeindelieder, Nr. 458) oder: "Zünde an ein Feuer" (Neue Gemeindelieder, Nr. 126).
  2. Wir beten als Wechsellesung Psalm 103 (siehe Gemeindelieder, S. 754).
  3. Wir danken für das, wofür Gott uns wach bzw. aufmerksam gemacht hat.

C Bibelgespräch

Vorbemerkungen zum Umgang mit der Lektion

Im Text geht es um konkrete ethische Maßstäbe im Licht des Evangeliums. In einer vom Individualismus geprägten Zeit ist es nicht selbstverständlich, in Offenheit deutlich über ethische Fragen zu sprechen. Das Gespräch über den Text bietet viele Möglichkeiten, auf konkrete Lehensfragen einzugehen, jedoch sollte ein moralisierender Grundton vermieden werden.

Ziel der Lektion

Wir wollen herausfinden, was zu einem glaubwürdigen und verantwortlichen christlichen Lebensstil gehört.

Bausteine zur Motivation, Erarbeitung, Übertragung

  1. Spontaneinfälle: Welche Erwartungen hat unsere Umgebung an einen Christen?
  2. Gespräch: Erzählt kurz, wie ihr die vergangenen 24 Stunden genutzt habt. Habt ihr euer "Tagesziel&quoT; erreicht?
  3. Textlesung: Epheser 5,3-20.
  4. Spontane Äußerungen: Wir schließen die Bibel und versuchen wiederzugeben, welche Vorschlage der Text zu einem christlichen Lebenstil macht. Vgl. e der GBS Lektion.
  5. Begriffsklärung: "Unzucht" - siehe Sacherklärungen der GNB.
  6. Arbeit am Text: Wie wird das "Leben im Licht" beschrieben? Findet ein Beispiel zu den einzelnen Begriffen. Vgl. c der GBS-Lektion
    Oder vervollständigt die Sätze: Güte ist, wenn ... Rechtschaffenheit ist, wenn ... Treue ist, wenn ...
  7. Arbeit um Text: In Vers 10 heißt es: "Fragt immer, was dem Herrn gefällt" (vgl. motivieren der GBS-Lektion).
    In welchen Situationen konnte diese Frage für die Entscheidungsfindung eine Hilfe im Alltag sein?
  8. Zum Weiterdenken (V 4): ? Gibt es Kriterien für den "Smalltalk" oder das lockere Gespräch? Wann wird ein Gespräch gemein, dumm oder schlüpfrig?
  9. Zum Weiterdenken über die Gemeinschaft (V 7): ? Nach welchen Kriterien suchen wir uns Freunde aus? Welchen Anforderungen sollten sie genügen?
  10. Gespräch zum Thema Sexualität: Wie konnte in unserer Gruppe über das Thema Sexualität hilfreich gesprochen werden? - Beispiel: über Verhütung, Gestaltung einer Freundschaft-Partnerschaft, Sexualität und Ehelosigkeit (Singledasein), Selbstbefriedigung. Sexualität im Alter ...
  11. Gespräch: Wir legen ein altes Sparbuch auf den Tisch und sprechen über Sparziele, die wir haben. Wann wird Sparsamkeit zur Habgier?
  12. Vertiefung: Zeigt einige bunte Werbeanzeigen aus Illustrierten. Weckt unsere Werbewelt die Habgier? Wie können wir als Christen darauf reagieren?
  13. Vertiefung: Wir zeigen einen Kalender. Nach welchen Prioritäten setzen wir unsere Termine? Haben wir für uns ein Nahziel, ein Jahresziel oder ein Lebensziel? Was bedeutet es, unsere Zeit zu nutzen? (vgl. V 16)
  14. Austausch: Aus der Hausordnung eines Gemeindezentrums: "Der Genuss von Alkohol und Drogen sowie das Rauchen ist in sämtlichen Räumen untersagt. Es gehört zum Zeugnis der Gemeinde, dass wir unseren Nachbarn und dem sonstigen Umfeld durch unser Verhalten keinen Grund zum Ärgernis geben." Wären wir damit einverstanden, wenn diese Hausordnung auch in unserem Gemeindehaus so gelten würde?
  15. Zitat:
    Ein Mensch, der schon als kleiner Christ weiß, wozu er geschaffen ist:
    "Um Gott zu dienen hier auf Erden und ewig einst zu werden!" vergisst nach manchem lieben Jahr das Ziel, das doch so einfach war, das heißt, einfach nur geschienen:
    Denn es ist schwierig, Gott zu dienen.

    (Eugen Roth, aus: Ein Mensch, Duncker Verlag. Weimar 1938)
    Kommt es uns auch schwer vor, Gott zu dienen?
  16. Impuls zu V 19: Wir einigen uns auf einen Psalm und versuchen, ihn bis zum nächsten Mal auswendig zu lernen.
  17. Veranschaulichung: Auf das Blatt mit dem kopierten Lied "Gott, der da reich ist" aus Gemeindelieder, Nr. 303 schreibt jeder, wie unsere Gemeinde Licht der Welt sein kann.

D Gemeinschaft

  1. Wir singen Psalm 103 "Lobe den Herrn, meine Seele" (Neue Gemeindelieder, Nr. 45).
  2. Wir beten für ein Anliegen des vergangenen Tages. Vgl. Baustein 2.

E Aktion

Informiert euch über das Programm W. W. J. D., erschienen beim Oncken Verlag, Wuppertal. Vgl. die Beilage in diesem Heft. Wie könntet ihr die jungen Leute in eurer Gemeinde unterstützen, wenn sie Aufgabe k der GBS-Lektion umsetzen wollen?

F Notizen

...

Zuordnung aller Bausteine
Motivation: 1
Spontanphase: 2
Erarbeitung: 3, 4, 5, 6, 7
Bündelung: 17
Übertragung: 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16

Bausteine für Ältere
Motivation: 1
Spontanphase: 2
Erarbeitung: 3, 4, 5, 6
Bündelung: 17
Übertragung: 8, 10, 11, 13, 15, 16

Bausteine für Jüngere
Motivation: 1
Spontanphase: 2
Erarbeitung: 3, 4, 5, 7
Bündelung: 17
Übertragung: 8, 9, 10, 12, 13, 14

(Eigener) Entwurf
Motivation:
Spontanphase:
Erarbeitung:
Bündelung:
Übertragung:

Treffpunkt Bibel, 36 Seiten, DIN A 5, erscheint vierteljährlich. Bezugspreis im Abonnement 12,- pro Jahr (bei Einzelbezug zzgl. Versandkosten). Abbestellungen für Einzelbezieher jeweils zum 15. November, sonst verlängert sich das Abonnement um ein weiteres Jahr. Einzelpreis 4,-.

Praxis der Verkündigung, 52 Seiten, DIN A 5, erscheint vierteljährlich. Bezugspreis im Abonnement 18,- pro Jahr (bei Einzelbezug zzgl. Versandkosten). Abbestellungen für Einzelbezieher jeweils zum 15. November, sonst verlängert sich das Abonnement um ein weiteres Jahr. Einzelpreis 5,-.

Bestellungen an: Oncken-Zeitschriften, Postfach 20 01 52, 34080 Kassel, Telefon: (0561) 5 20 05-40, Fax: -50; E-Mail: Zeitschriften@oncken.de.

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