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(Heimatmission)
im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 33Der gute Wandel nach dem Vorbild Jesu
Von Karl-Heinz Walter
lesen1. Petrus 3, 8 - 22

lernen

Der Weg des Leidens um der Gerechtigkeit willen ist seit Christus zu einem Segens- und Siegesweg geworden. An diesem Weg sollen die Glaubenden als Nachfolger teilhaben; und deshalb ist ein anderer Lebensstil möglich.

erklären

Unser Text hat drei große Abschnitte.

  1. Das neue Verhaften, das durch Jesus für uns möglich wird (V 8 - 12)

    V 8: Einerseits zeigen die vielen Eigenschaftswörter die kritischen Stellen im Zusammenleben in der Gemeinde auf; andererseits sind es genaue Beschreibungen des Wesens Jesu. So ist er damals den Menschen begegnet, so geht er auch heute mit uns um. Gleichgesinnt meint nicht gleichförmig oder uniform. Es bedeutet, auf das gleiche Ziel gerichtet zu sein. Die Einigkeit in Liebe ist das stärkste missionarische Zeugnis. Es geht also zuerst um die Liebe, nicht zuerst um die Theologie. Alle Begriffe, die hier verwendet werden, beschreiben die Gemeinschaft, den Zusammenhalt, das wohltuende Miteinander. Die Hauptgefahr für das Zeugnis der Gemeinde liegt im Auseinanderbrechen. Manche wollen Probleme dadurch lösen, dass sie sich trennen und auseinandergehen. Dieser Text zeigt den Weg, wie wir durch aktives Handeln im Sinne Jesu beieinanderbleiben können.

    V 9 - 12: Auch in dem Zitat aus Psalm 34 (hier Vers 10 - 12) wird deutlich, was V 9 im Sinne der Bergpredigt betont. Gutes tun ist etwas sehr Aktives und kostet Überwindung: Böses wird mit Segnen beantwortet. Das setzt die klare Überlegung voraus, was ich dem anderen Gutes wünschen will und worum ich beten werde.

    Auffallend in diesen Worten sind die klaren Aufforderungen zum Handeln. Es geschieht nichts automatisch. Der Heilige Geist ist keine Fernsteuerung. Die Verwandlung durch Christus schafft ein neues Denken und Empfinden, das dann von uns mit Energie in ein neues Tun umgesetzt werden muss.

  2. Ein solches Handeln im Sinne Jesu löst nicht nur Begeisterung aus, sondern kann auch zu Leiden führen (V 13 - 17)

    V 13: Wenn ihr dem Guten nacheifert. Eiferer heißt im Griechischen Zelot. Die Zeloten waren zur Zeit Jesu die radikalste antirömische Bewegung. Die Gemeinde Jesu aber ist keine zelotische Bewegung zur politischen Unabhängigkeit, sondern eine verschworene Gemeinschaft, um das Gute in der Welt zu tun. Welcher Ruf geht der Gemeinde Jesu heute voraus? Sind wir nur gegen vieles oder "Eiferer für das Gute!"? Vgl. Mt 5, 10.

    V 14: Das Ergebnis kann trotzdem Leiden bedeuten. Das aber hat Jesu Verheißung!

    V 15: Heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen! Hier zeigt uns Petrus den Weg, wie wir eine solche Situation richtig bewältigen. Unter allen Umständen muss die Beziehung zu Jesus Christus das Wichtigste bleiben. Heiligen meint hier, dass Christus nicht aus unserer Lebensmitte genommen wird, auch nicht unter dem Druck des Widerstandes. Eine weitere Hilfe ist es, offen und klar Jesus zu bekennen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung. Ungläubige haben einen Anspruch darauf, von Christen zu jeder Zeit klare, verständliche und überzeugende Auskünfte zu erhalten, wenn sie wissen wollen, was Christen glauben.

    V 16: Dieser Vers weist in zwei Richtungen. Einmal kann das gute Gewissen sich darauf beziehen, dass wir nichts Schlechtes getan haben und trotzdem Widerstand erleben. Zum anderen kann es bedeuten, dass wir denen, die uns verleumden, mit Sanftmut und Achtung begegnen sollen, damit wir uns nichts vorzuwerfen haben. Beides ergibt einen guten Sinn. Im Ergebnis geht es darum, dass unser Verhalten in dieser Welt das Wesen und die Art Jesu widerspiegelt. Wir verwirklichen nicht unseren Lebenstil, sondern den Lebensstil in Christus. So wird die Lebenseinheit der Gläubigen mit Christus beschrieben.

  3. Jesus Christus hat durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen den neuen Lebensstil möglich gemacht (V 18 - 22)

    In diesem dritten Abschnitt liegt uns eins der ganz großen Christusbekenntnisse vor.

    V 18: Jesu Leidensweg hat uns zu Gott geführt, in seinen Lebens- und Kraftbereich. Das geschah einmal für alle Zeit.

    V 19: Diese Heilstat hat viel größere Dimensionen, als wir sie uns vorstellen können. Die Grenzen von Zeit und Raum binden Jesu nicht (mehr). Das betrifft alle Bereiche, nicht nur die Zukunft, sondern auch die Vergangenheit. Dieser Vers gehört mit zu den geheimnisvollsten des Neuen Testamentes.

    Wichtig ist es, die Grundaussage zu verstehen: Das Heilsgeschehen durch Jesus ist durch nichts gebunden und begrenzt. Leben und Tod, Gegenwart und Vergangenheit, alles ist umschlossen (vgl. Röm 8, 38 - 39). Keiner soll davon ausgeschlossen sein, die Botschaft von der Erlösung zu hören, um sich entscheiden zu können.

    V 20 und 21: Die Aussagen über die Taufe haben hier ein großes Gewicht: Gott rettet oft durchs Wasser hindurch. Noah, Durchzug durchs Rote Meer und durch den Jordan. So können wir auch die Taufe als Rettung und Durchgang in ein neues Leben verstehen. Taufe als Rettung, Taufe als Bitte um Erneuerung des inwendigen Menschen. Die Taufe ist also mehr als nur äußeres Geschehen.

    V 22: Wir haben es mit einem Herrn zu tun, der in seiner Macht über allem steht. Wer das begreift, kennt das Geheimnis eines umgewandelten Lebens durch Jesus Christus.

bündeln

Gott will, dass wir Gutes tun! Daran lässt sich die Umwandlung des Lebens durch Christus erkennen.

Auch wenn das Gute, das wir tun, anerkannt wird, kann genau das Anlass zum Widerstand sein. Unsere wichtigste Sorge muss dabei bleiben, dass unsere Verbindung mit Christus bleibt und wir nicht zum Schweigen gebracht werden aus Furcht vor den Menschen.

Es gibt nichts Größeres als Jesus Christus und nichts Wichtigeres als Menschen, die durch ihren Lebensstil Christus den Menschen zeigen.

vertiefen

  1. Wie sollen Christen leben? Welche Grundsätze werden genannt?
  2. Petrus rechnet mit Schwierigkeiten, wenn Christen ihren Glauben überzeugend leben? Warum?
  3. Wo und wie ist Jesus Christus ein Vorbild für unser Leben als Christen?
  4. Was sagt Petrus über die Taufe?

anwenden

  1. Welcher der oben genannten Grundsätze wird in Eurer Gemeinde oder Gruppe besonders intensiv gelebt?
  2. Was antworten wir, wenn wir nach der Hoffnung gefragt werden, die in uns ist?
  3. "Was du lebst, unterstreicht, was du sagst, oder streicht es durch." Was bedeutet diese Erkenntnis für Reden und Leben der Christen in der Familie, der Gemeinde, der Öffentlichkeit?
  4. Was bedeutet Euch die Taufe?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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