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(Heimatmission)
im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 30Jesus Christus: Herr meines Lebens
Von Ernst Wilhelm Erdlenbruch
lesenKolosser 3,1 - 17

lernen

Jesus Christus ist der Herr meines ganzen Lebens. Das gilt für Leib, Seele und Geist, für Gedanken und Taten, vor allen Dingen für meine Beziehung zu Mitmenschen und Mitchristen.

erklären

V 1 - 3: Mit Christus auferstanden ... ihr seid gestorben: Durch die Glaubensbindung an Christus (mit) wird dem Glaubenden eine neue Existenz geschenkt. Sein bisheriges Leben, in dem er selbst die Mitte war, ist zu Ende. Wir sind erledigt mit all unseren frommen Bemühungen und Leistungen. In der Kraft Jesu hat etwas Neues begonnen (vgl. Eph 2, 4 - 7). Das wirkt sich zuerst aus im innersten Bereich: unsere Werturteile und Lebensziele ändern sich. Allerdings: So wie Christus bis zu seinem Wiederkommen nicht sichtbar wahrgenommen werden kann, so ist auch das Neue nicht immer sofort sichtbar und erkennbar, es ist verborgen mit Christus in Gott.

V 4 - 8: Weil sich unser Leben im Innersten verändert hat (V 3), ändert sich auch unser Verhalten nach außen, vor allem das zum Mitmenschen und Mitchristen. Da darf kein Raum mehr für Böses sein. Diese Änderung vollzieht sich allerdings nicht automatisch, sondern nur, wenn wir ernsthaft wollen. Darum der Befehl: Tötet! Dies ist kein Widerspruch zu den vorherigen Aussagen, sondern nötige Ergänzung: Weil wir verändert sind, darum können wir auch anders handeln als früher - und zum Handeln ist das ernsthafte Wollen notwendig.

V 9 und 10: Ausgezogen - angezogen: Die totale Umkehr und der grundlegende Neuanfang im Leben des verlorenen Sohnes wurde dadurch sichtbar, dass ihm die zerlumpte Kleidung abgenommen und ein Festgewand angelegt wurde (vgl. Lukas 15, 22). Erneuerung muss und kann sichtbar werden.

V 11: Ziel dieser Erneuerung ist nicht ein frommer Supermensch, sondern ein Mensch, wie Gott ihn ursprünglich gewollt und erschaffen hat. Das gilt für jeden Menschen ohne Rücksicht auf seine Prägung durch Kultur, Religion oder soziale Stellung.

V 12 und 13: Wir sind nicht nur gerufen, das Böse zu lassen, sondern vor allem, das Gute einzuüben. Was Jesus an uns tat, ist Vorbild für uns und zugleich Anlass, ihm zu danken.

V 14: Liebe ist nicht nur ein Gefühl von Sympathie, sondern die grundlegende Entscheidung: Das Wohl des Nächsten hat Vorrang vor meinen eigenen Interessen. Diese Grundentscheidung bindet alle einzelnen Züge rechten Verhaltens zu einem Ganzen zusammen.

V 16: Wir brauchen täglich Kraft von Christus, um dieses erneuerte Leben durchzuhalten. Diese Kraft empfangen wir im Hören auf sein Wort, in gegenseitiger Ermutigung und Mahnung in der Gemeinde, im gemeinsamen Lobpreis und im dankbaren Beten.

V 17: Nicht nur Böses lassen und Gutes tun, sondern alle Bereiche des Alltags so leben, dass Gott geehrt wird - d. h., dass er sich freut und dass Menschen den Anstoß empfangen, ihn zu loben. Einzelne Bereiche, in denen das geschehen kann, werden im folgenden Abschnitt genannt: Ehe, Familie und Arbeitswelt.

bündeln

Unsere Glaubensbindung an Christus bedeutet ein Ende für alles, was Gott in unserem Leben nicht gefällt. Zugleich hat ein neues Sein begonnen, das im Innersten und Tiefsten von Gott und seinem Christus geprägt ist.

Dieses Neue ist schrittweise und an jedem Tag neu im Alltag zu verwirklichen. Dazu ist unser ernsthafter Wille notwendig.

Das gilt für jeden Menschen trotz aller Unterschiede, es gilt auch für jeden Lebensbereich. So wird beim glaubenden Menschen das wiederhergestellt, was Gott bei der Schöpfung des Menschen ursprünglich gewollt hat und was durch die Sünde zerstört wurde (vgl. 1 . Mose 1, 27).

Die Kraft zu dieser täglichen Erneuerung empfängt der Glaubende durch Hören auf das Wort Christi, durch die Gemeinde, durch das Lob Gottes und durch das Gebet.

Christus ist herrlich. Sein Name soll verherrlicht werden. Lob, Dank, Anbetung, Ehre und Ruhm gebühren ihm!

vertiefen

  1. Was soll ein Christ alles tun? Macht eine Liste.
  2. Welcher Grundsatz sollte das Handeln eines Christen bestimmen?
  3. Was hat Christus seinen Nachfolgern versprochen? Macht eine Liste der Verheißungen? Dankt Gott dafür.

anwenden

  1. Jedem Christen ist klar, dass Christus für ihn gestorben ist und dadurch seine Schuld weggenommen hat. Was heißt es aber für unsere Lebensführung, dass wir mit Christus gestorben und auferstanden sind?
    • Wo wird das Gestorbensein mit Christus bei uns sichtbar? Sucht die Aussagen im Text, die das beschreiben: Tötet...
    • Wie wird das Auferstandensein mit Christus deutlich? Mit welchen Worten wird das Neue beschrieben?
  2. Als Christen brauchen wir Korrektur, Hilfe und Ermutigung:
    • Korrektur durch das Wort Gottes, d. h. wir sollten die Bibel auch "gegen uns selbst" lesen lernen.
    • Hilfe durch die Gemeinschaft in der Gemeinde, d. h. den "Christus im Bruder höher zu achten als in uns selbst" (Dietrich Bonhoeffer);
    • Ermutigung durch Lobpreis und Gebet, d. h. sich dem anbetenden Lobpreis Gottes zu öffnen.
    An welchem Bereich wollt Ihr in der nächsten Woche besonders arbeiten?
  3. Einige Teilnehmer schlagen eine Liedstrophe vor, die dann gemeinsam gesungen wird.
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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