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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 35Ein neuer Himmel und eine neue Erde
Von Karl-Heinz Walter
lesenOffenbarung 21, 1 - 7; Offenbarung 22, 1 - 7

lernen

Welch eine Zukunft wartet auf uns! Gott hat eine völlig neue Welt vorbereitet, die uns geschenkt werden soll. Wer dieses Ziel vor Augen hat, findet leichter seinen Weg.

erklären

Um die Texte der Offenbarung richtig zu verstehen, muss man bedenken, dass sie der Gemeinde Jesu in einer ganz bestimmten geschichtlichen Situation gesagt sind. Die Gemeinde stand am Anfang einer Verfolgungszeit. Das Buch der Offenbarung sollte Trostbuch der Gemeinde sein; es macht den Sieg Jesu und Gottes deutlich.

Ein neuer Himmel und eine neue Erde (Offb 21, 1 - 7)
Das Thema der Neuschöpfung, das im Neuen Testament mit dem Kommen Jesu begonnen hat, wird nun seinem glorreichen Höhepunkt zugeführt. Neuschöpfung ist das Thema Gottes. Unser Textabschnitt zieht immer engere Kreise in der Beschreibung dieses Prozesses.

V 1: Vor den Augen des Sehers entfaltet sich das Neue. Das Meer ist nicht mehr: Im Verständnis der damaligen Zeit galten Meer und Flut als Bedrohung und Gefahr. Das alles gibt es im neuen Himmel und auf der neuen Erde nicht mehr.

V 2: Beim nächsten Kreis geht es um die Gemeinde in Gottes neuer Welt. Das neue Jerusalem ist Geschenk von Gott. Das Bild der Braut ist Ausdruck der Freude - und Gegenbild zur Hure Babylon, die Symbol für das Böse ist.

V 3: Gott lässt sich bei den Menschen nieder. Er wohnt bei ihnen, wörtlich "zeltet". Dieser Ausdruck erinnert an die Stiftshütte des alten Bundes. Die Trennung ist endgültig vorbei. "An die Stelle des Gegeneinanders ist das Beieinander getreten" (Adolf Pohl). Die Menschen der Gemeinde sind nun Teil der Weit Gottes. Fast alle Bibelübersetzungen schreiben: Sie werden sein Volk sein. Im griechischen Text ist die Mehrzahl Völker gebraucht. Wahrscheinlich soll dies noch einmal unterstreichen, dass durch Gottes Neuschöpfung aus vielen eins geworden ist.

V 4: Der Kreis wird noch enger gezogen. Gott wendet sich dem Einzelnen zu. Er beseitigt alles, was dem einzelnen Menschen Leid und Kummer bereitet hatte. Stellen wir uns das vor: Der Herr des Universums wischt jedem die Tränen ab! So ist Gott! Das Alte ist vorbei, endgültig und für immer.

V 5 und 6: Das ist wie ein Paukenschlag. Zum ersten Mal ergreift Gott selbst das Wort und redet zu Johannes: Siehe, ich mache alles neu! Das ist wahr, jetzt kann es keine Zweifel mehr geben. Es findet nicht nur eine Reparatur statt, sondern es ist alles von Grund auf neu durch Gottes große Tat. Er spricht, und es steht da. Der den Anfang der Welt - und Heilsgeschichte durch sein Wort setzte, der setzt nun auch das Ziel. Alles hat Sinn gehabt: Weltschöpfung, Welterlösung und Weltvollendung. Hunger und Durst, das rätselhafte Heimweh der Menschheit sind gestillt bei Gott. Der Vater gibt aus seiner Liebe wie aus einem unerschöpflichen Meer frei und umsonst. Vergleiche 2. Petr 3, 13.

V 7: Dieser Satz vom Überwinden ist für uns eine große Ermutigung und nur in diesem Sinne eine Ermahnung. Wir müssen den neuen Himmel und die neue Erde nicht erschaffen, sondern nur erreichen.

Die neue Stadt Gottes (Offb 22, 1 - 7)
V 1-5: Die Stadt als neues Paradies. Schon Hesekiel sieht, dass es einmal ein neues Paradies geben wird (Hes 47, 1 - 12). Die gleiche Sicht hat Johannes hier. Der große Strom erinnert an den Garten Eden aus 1. Mose 2, 10 und die Lebensbäume an den Baum des Lebens (1. Mose 2, 9 - 1. Mose 3, 22). Doch das Bild vom alten Paradies wird hier weit überboten. Der Strom ist hier ein Strom lebendigen Wassers, die Bäume des Lebens tragen Blätter mit heilender Wirkung (V 2), und in dem neuen Paradies wird es nichts Verfluchtes mehr geben - also auch keine Schlange mehr und keinen Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Eine Verführung durch den Teufel ist nicht mehr möglich. Nichts kann mehr Gottes Heiligkeit verletzen.

Statt dessen dürfen die Bewohner des neuen Jerusalem Gott und Christus uneingeschränkt dienen und ihn anbeten. Dieser Gottesdienst unterscheidet sich jedoch in einem wesentlichen Punkt von allem irdischen Dienst, wie wir ihn jetzt kennen: Im neuen Jerusalem ist Gott sichtbar, und der Glanz seiner Herrlichkeit fällt auf die Diener zurück. "Damit ist das Ziel der Schöpfung durch Gott selbst verwirklicht, eine ihm dienende und ihm verherrlichende Menschheit" (Adolf Pohl).

bündeln

Am Ende und Ziel der Geschichte steht nicht das Chaos, sondern ein neuer Himmel und eine neue Erde.

Der Tod ist abgetan, alles Leid ist zu Ende. Gott wohnt in ungetrübter Gemeinschaft bei seinem Volk und der versöhnten Menschheit.

Gott selbst ist der Mittelpunkt des neuen Jerusalem, seine Gegenwart erfüllt die ganze Stadt. Ein Tempel, wie ihn die Juden erwarteten (und teilweise heute noch erwarten), ist dann unnötig.

Die Bewohner des neuen Jerusalems leben nun - nach der Sünde und dem Elend der vergangenen Weit - in einer vertrauten, ungetrübten Harmonie mit dem heiligen Gott. Ihm dürfen sie ohne Angst nahesein und ihm dienen und ihn anbeten.

vertiefen

  1. Diese Texte übersteigen unsere Vorstellungskraft. Eigentlich können wir nur staunen und anbeten. Warum waren sie außerdem noch so wertvoll für die ersten Christen?
  2. Wie wird Gott in diesen Texten beschrieben?
  3. Vergleicht die Beschreibung des Paradieses am Anfang der Bibel mit der Darstellung am Ende. Was hat sich verändert?
  4. Was können Christen zur Vorbereitung der neuen Welt tun? Können sie überhaupt einen Beitrag leisten?

anwenden

  1. Gottes neue Welt ist eine wirkliche Neuschöpfung und keine Verbesserung unserer alten Welt. Warum lohnt es sich trotzdem, sich für diese Welt zu engagieren?
  2. Am Anfang meines Glaubenslebens hatte ich einen geistlichen Vater, der mir diese neue Welt aufschließen wollte. Er gab mir die Aufgabe diese Texte zu studieren. Als ich ihn fragte, ob das alles wirklich einmal so sein wird, antwortete er mit einem Schmunzeln: "Nein, es wird alles noch viel schöner sein!"
  3. Dankt Gott, dass Tod, Leid, Schmerz und Geschrei ein Ende haben werden, die Herrlichkeit bei ihm aber unendlich ist.
  4. Was habt Ihr bei dem Lesen wichtiger Texte der Bibel gelernt? Was hat sich in dieser Zeit in Eurem Leben verändert?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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