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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 27Jesus Christus: auferstanden von den Toten
Von Ernst Bohnet
lesen1. Korinther 15, besonders 1. Kor 15,1 - 20

lernen

Ist Jesus Christus wirklich auferstanden? Und gibt es auch für die Christen eine reale Auferstehung? Oder sind die biblischen Berichte von der Auferstehung mehr sinnbildlich zu verstehen? Solche Fragen gibt es nicht erst heute. Schon einige Korinther fragten so. Paulus gibt sehr deutliche Antworten.

erklären

Zu verschiedenen Fragen hatte der Apostel Paulus Stellung genommen, weil die Gemeinde in Korinth ihn darum gebeten hatte. Zum Thema "Auferstehung" lag wohl keine direkte Anfrage vor. Um so wichtiger mußte dem Apostel dieses Thema sein, dass er von sich aus darauf zu sprechen kommt. Wahrscheinlich zweifelten die Christen in Korinth nicht an der Auferstehung Jesu. Aber manche leugneten, dass sie selbst einmal in gleicher Weise auferstehen werden. Wie kamen sie dazu? Irgendwie muss ihnen die Auferstehung "unglaublich" erschienen sein. Vermutlich erschien ihnen - wie den meisten Griechen damals - das Fortleben nur der Seele glaubhafter.

Wir können die Antwort des Apostels in drei Abschnitte gliedern:

  1. Die Auferstehung Jesu ist glaubhaft bezeugt (V 1 - 11). Das bedeutet jedoch nicht, dass wir sie uns "vorstellen" oder dass wir sie beweisen könnten. Paulus weiß, dass die Wirklichkeit des neuen Lebens, das hier begonnen hat, mit unserem "alten Verstand" nicht zu fassen ist. Er tut darum das einzig Mögliche: Er gibt weiter, was andere glaubhaft bezeugt haben und fügt sein eigenes Zeugnis an.

    Viele Bibelausleger meinen, dass Paulus in V 3 - 7 ein Christusbekenntnis oder ein urchristliches Lied zitiert, wie er es vielleicht in der Gemeinde von Antiochia gelernt hat. Paulus gründet seine Beweisführung nicht nur auf seine eigenen Worte, sondern greift auf die Berichte der Augenzeugen zurück. Nach der Schrift bezieht sich auf die im Alten Testament vorausgesagte Auferstehung (Jes 53, 10 - 12; Ps 16, 10). Kephas ist die aramäische Namensform von "Petrus"; Jakobus ist der leibliche Bruder des Herrn, der später die Gemeinde in Jerusalem leitete; die Apostel bezeichnen offensichtlich einen größeren Kreis als die Zwölf. Besonders wichtig ist Paulus die Erscheinung vor über 500 Brüdern, von denen die meisten noch leben, also die damals noch befragt werden konnten. So gut ist die Auferstehung Jesu bezeugt; wie nur wenige Ereignisse des Altertums!

    Zuletzt fügt der Apostel dem offiziellen Glaubensbekenntnis sein eigenes Zeugnis an. Will er sich damit hervorheben? Wohl kaum - nennt er sich doch eine Missgeburt (EÜ) und bekennt, dass er die Gemeinde Gottes verfolgt hat. Zwei Überlegungen können uns weiterhelfen:
    1. Was Christus dem Paulus geschenkt hat, darf er nicht verschweigen. Wenn auch an letzter Stelle, so muss er doch bezeugen, dass der auferstandene Herr auch ihm begegnet ist.
    2. Weil Jesus lebt, kann Paulus nicht von seiner Auferstehung reden, ohne zu sagen, wie er ihn erlebt habe. Es genügt nicht, Erfahrungen und Formeln anderer weiterzugeben.

  2. Christi Auferstehung und unsere Auferstehung gehören zusammen (V 12 - 16). Auf den ersten Blick erscheint die Argumentation des Apostels merkwürdig: Wenn die Toten nicht auferstehen, dann ist Christus auch nicht auferstanden! Doch Christus und die Christen gehören zusammen: Er ist nicht nur für sich, sondern auch für uns auferstanden. Er ist das Haupt, wir sind sein Leib. Die Auferstehung ist erst mit der Auferweckung des Leibes vollendet.

    Warum muss der Apostel das so betonen? Offensichtlich gab es in Korinth Christen, die weiterhin am Bekenntnis von der Auferstehung des Herrn festhielten, sie aber als etwas ansahen, was letztlich nur Jesus selbst betraf. Für sie war sie wohl nur so etwas wie ein Wunder in der Vergangenheit, das den Glauben stärken sollte. Wenn aber die Auferstehung Jesu die Christen nicht mit einschließt, ist sie ein Museumsstück geworden. Wenn die Auferstehung nur ein theologischer Satz ist, den wir verteidigen, und nicht Quelle der Hoffnung für uns selbst, so gleichen wir Museumswächtern, die ihre alten Schätze hüten. Für die Menschen, die begründete Hoffnung suchen, sind wir dann bedeutungslos. Unser Glaube wirkt auf sie "leer".

  3. Die Realität der Auferstehung Christi verbürgt die Realität unserer Erlösung (V 17 - 20). Auch heute versuchen manche Menschen, sich und anderen den Glauben an die Auferstehung zu erleichtern. Sie fragen: Muss man glauben, dass das Grab leer war? Genügt es nicht auch, an eine geistige Auferstehung zu glauben? Vielleicht sogar an die Auferstehung nur als Sinnbild der Hoffnung? Paulus besteht auf der Realität der leiblichen Auferstehung Jesu! Damit steht und fällt nicht nur die Leiblichkeit unserer Auferstehung. Es geht um nicht weniger als um die Realität unserer Erlösung! Nur wenn Jesus Christus wirklich für uns gestorben und wirklich auferstanden ist, sind auch unsere Sünden wirklich vergeben! Im anderen Fall machen wir uns etwas vor. Trotz schöner Worte ist unser Glaube dann hohl und wertlos. Wir mögen uns bemühen, ein gutes Leben zu führen, sind aber tatsächlich immer noch in unseren Sünden (V 17). Ohne Auferstehung wären wir betrogene Leute. Zum Glück ist es nicht so. Unser Glaube ist keine bunt schillernde Seifenblase, er hat einen festen Grund (vgl. 1. Petr 1,3). Paulus fasst zusammen: Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind (V 20).

bündeln

An der Realität der Auferstehung hängt unsere Erlösung und unsere Hoffnung.

  • Deshalb ist es dem Apostel wichtig, genau weiterzugeben, was die ersten Christen erlebt und beschrieben haben.
  • Deshalb berichtet auch er, wie ihm der Herr persönlich begegnet ist und sein Leben verändert hat.
  • Weiter betont Paulus: Ein christlicher Glaube, der sich nicht auf den auferstandenen Herrn gründet, ist leer und kann uns weder von der Sünde noch vom Tod erlösen.
  • Weil Jesu Auferstehung und unsere Auferstehung zusammengehören, ist das große Ereignis Auferstehung erst vollendet, wenn er uns aus den Gräbern ruft.

vertiefen

  1. Wie begründet Paulus die Auferstehung Jesu Christi?
  2. Wie begründet er die Hoffnung auf unsere Auferstehung?
  3. Welche Folgen hat der Glaube an die Auferstehung in unserem Leben?
  4. Warum ist Paulus das Thema der Auferstehung persönlich so wichtig?

anwenden

  1. Führt den Satz zu Ende: "Zuletzt aber hat er sich auch mir lebendig gezeigt ..."
  2. Welche Probleme haben heute Menschen mit dem Glauben an die Auferstehung? Gibt es Hinweise in unserem Bibeltext, die weiterhelfen?
  3. Die Auferstehung Christi kommt zum Ziel in der Auferweckung aller, die zu ihm gehören. Bei weichen Gelegenheiten reden wir von Auferstehung?
  4. Lest oder singt miteinander Gemeindelieder Nr. 241. Was ist durch die Auferstehung Jesu wirklich anders geworden?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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