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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 13Da wurden ihre Augen geöffnet
Von Ernst Greif
lesenLukas 24, 13-35

lernen

Die Auferstehung Jesu ist so unglaublich, dass unsere normalen Sinne nicht ausreichen, sie zu begreifen. Jesus selbst muss uns durch seine Gegenwart im Heiligen Geist erleuchtete Augen geben (Eph 1, 18), damit wir ihn erkennen und glauben.

erklären

V 13: Die zwei von ihnen gehören nicht zum engeren Kreis der elf Jünger, denn die sind ja in Jerusalem versammelt ( V 33). Auch durch den nur an dieser Stelle erwähnten Namen "Kleophas" (V 18) wird das unterstrichen. Wir können die zwei in dem weiteren Kreis derer vermuten, die Jesus als seine Boten ausgesandt hat (Lk 10,1). Wo genau der Ort Emmaus gelegen hat, ist nicht sicher. Für Lukas stehen diese Angaben aber nicht im Vordergrund. Ihm liegt am Herzen, wie Menschen die Augen geöffnet werden für Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist.

Die V 14 - 24 schildern, wie Menschen über Jesus Christus reden können, ohne an ihn zu glauben. Die beiden Jünger sind genau über alles informiert, was sich Karfreitag und Ostern ereignet hat, denn sie gehören zu den Osterzeugen (V 22. 24). In V 19 -20 fassen sie das Wichtigste über Jesus Christus zusammen, wie es ähnlich Petrus in seiner Pfingstpredigt tut (Apg 2, 22). Und doch sind sie ohne Hoffnung.

Sie reden über Jesus, und er ist anwesend (V 15). Wie kann es dazu kommen, dass sie Jesus nicht kennen?

V 21 nennt als einen Grund ihre einseitige Messiasvorstellung. Sie meinten, Jesus müsste König von Israel werden und sie erwarteten wohl einen politischen Umsturz durch die Befreiung vom römischen Joch. Der Tod Jesu zerstörte diese Vorstellung. Er kann der wirklich Messias darum nicht gewesen sein.

V 25: An den entscheidenden Stellen unseres Textes wird für Unglauben und Glauben der Zustand des Herzens verantwortlich gemacht: Jesus nennt sie Unverständige, Toren: ihr Herz ist zu träge, zu langsam uns stumpf, um glauben zu können! Sie waren wie mit Blindheit geschlagen (V 16).

V 32 beschreibt dagegen einen völlig veränderten Zustand: Ihr Herz brannte, "es wurde ihnen ganz heiß ums Herz" (Die Bibel in heutigen Deutsch), und sie erkannten ihn (V 31). Wie ist es zu dieser Veränderung gekommen? Die Formulierung des Textes gibt uns eine wichtige Antwort. Mit der Passivform: Ihre Augen wurden gehalten (V 16) und geöffnet (V 31) beschreibt die Bibel das Handeln Gottes. Auch Kreuz und Auferstehung als Gottes handeln würden wir nicht verstehen, wenn er selbst es uns nicht übersetzen würde. Paulus betet darum, dass ",Gott unsere Herzen erleuchten" möge ( Eph 1, 18).

Die beiden Jünger erleben das in unserem Text: Zunächst ist Jesus zwar bei ihnen, aber sie erkennen ihn nicht (V 15).

Dann öffnet er ihnen die Augen, das Herz und die Schrift, dass sie ihn als Gekreuzigten und Auferstandenen sehen und erkennen können.

V 25 - 27: Musste nicht Christus dieses leiden? Das Leiden Jesu war also kein unentrinnbares Schicksal. Dahinter stand vielmehr die Treue Gottes. Jesus musste leiden und erfüllte damit die Verheißungen der Schrift. Wir können darum bei der göttlichen Muss mitlesen: wie geschrieben steht (vgl. Lk 24, 44). Der anstößige Kreuzestod gehörte zu Gottes Heilsplan, das übersteigt unser Denken.

Welche Schriftstellen mag Jesus im einzelnen genannt haben? Lukas überliefert uns keine Einzelheiten. Christus ist die Mitte der Schrift und alle Texte zielen auf ihn hin. Vgl. Lk 20, 41ff mit Ps 110; Lk 22, 37 mit Jes 53.

V28 -30: Bleibe bei uns: Was hier berichtet wird, ist für orientalische Verhältnisse selbstverständlich: Die Einladung an den Fremden zur gemeinsamen Mahlzeit. Ungewöhnlich ist, dass Jesus als Gast die Aufgabe des Hausvaters übernimmt. Er teilt das Brot aus - wie beim Abendmahl (Lk 22, 19) - damit sie ihn erkennen.

bündeln

Die Erhöhung der Bitte in Eph 1, 18 ist uns durch den Heiligen Geist zugesagt. Unser Text ist ein Beispiel, wie Menschen die Augen geöffnet werden (vgl. Joh 14, 26).

Jesus legt die Schrift aus. Die Bibel ist die Grundlage unseres Glaubens. Jesus ist der Mittelpunkt der Schrift. Von dieser Mitte will die Bibel gelesen werden, "damit aus allen Büchern das eine Wort Gottes über Christus vernommen wird" (E. Lohse) und wir Jesus sehen und verstehen lernen.

Zweimal (V 13. 21) erwähnt Lukas, dass sich diese Geschichte am Ostersonntag ereignet. Für die Gemeinde ist das von Anfang an ein Hinweis gewesen, am ersten Tag der Woche in einen Gottesdienst die Auferstehung Jesu zu feiern. Jesus hat seine Gegenwart betont denen zugesagt, die sich ins einem Namen versammeln (Mt 18, 19f.).

Die Gemeinde hat bei der Mahlzeit der drei Männer immer an das Abendmahl gedacht. "Brotbrechen" ist zu einem Fachausdruck für die Mahlfeier geworden. Für sie ist Jesus der Gastgeber. Versammelt um den Tisch "sehen" die Teilnehmer in Brot und Kelch den Messias, der für sie leiden und seine Herrlichkeit eingehen musste (V 26).

Die Einladung an Jesus (V 29) ist für die Gemeinde ein Gebet an ihren Herrn geworden. Sie möchte das festmachen, was für die Jünger (V 15) begonnen hat. Er ist in seinem Wort im Gottesdienst und im Mahl anwesend.

vertiefen

  1. Erarbeitet die verschiedenen Phasen des Weges bis die Jünger erkennen, dass Jesus Christus mit ihnen geht.
  2. Welche Gefühle hatten die beiden als sie Jerusalem verließen? Welche als sie wieder dorthin zurück kamen?
  3. Was haben die Jünger im bezug auf Jesus Christus begriffen, dass sie in Jerusalem noch nicht wussten? Wieso löst das solche überwältigenden Gefühle bei ihnen aus?

anwenden

  1. Woran liegt es, dass wir nach manchen Gottesdiensten so nach Hause gehen, wie die beiden Jünger nach Emmaus?
  2. An welchen Stellen können wir die beiden Jünger gut verstehen?
  3. Was kann es für uns bedeuten, dass Jesus anwesend ist, ohne dass wir ihn erkennen?
  4. Wann können wir beten: "Herr, bleibe bei uns"?
  5. Die Gemeinde hat in diesem Text schon immer Hinweise auf die Bibel, den Gottesdienst, das Abendmahl, das Gebet gelesen. Wir teilen die Erfahrungen mit, durch welche dieser Merkmale der Gemeinde wir in der letzten Zeit die Nähe Jesu erlebt haben.
  6. An welcher Stelle dieses Textes sind uns "die Augen geöffnet worden"?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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