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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 25Verschiedene Gaben - ein Geist
Von Hans Immel
lesen1. Korinther 12, 1 - 11

lernen

Gottes Geist schafft nicht nur neue Gemeinschaft zwischen Gott und dem Menschen, sondern verleiht den Christen auch Begabungen und Fähigkeiten. Diese sollen sie zur Ehre Gottes, zum Aufbau der Gemeinde sowie im Dienst an der Gesellschaft und der Welt einsetzen.

erklären

V 1: Über die Gaben des Geistes... Paulus beantwortet Fragen der Christen in Korinth zu den Gaben, die Gottes Geist schenkt. Weil sich die Christen dort viel auf ihre Fähigkeiten einbilden, greift Paulus ihr Reden von den Gaben des Geistes (pneumatika) auf. Er selbst aber benutzt ein anderes Wort: Gaben (charismata, wörtlich Gnadengeschenke). Das wichtigste Charisma ist die neue Gemeinschaft mit Gott durch die Glaubensbeziehung zu Jesus (vgl. Röm 6, 23).

V 2: Stumme Götzen. Ein Mensch, ohne in Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott lebt trotzdem nicht im religiösen Niemandsland. Er wird von antigöttlichen Kräften und Mächten umgetrieben (zog es euch) und von Zwängen bestimmt. Diese Mächte sind stumm, weil sie dem Menschen seine Fragen nicht beantworten, ihm keine Orientierung geben und ihm nicht die befreiende gute Nachricht von der Vergebung sagen können.

V 3: Ein Fluch ist in der Bibel kein harmloses Schimpfwort, sondern erklärt wirksam, dass der Verfluchte aus der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen ist. Wenn ein Mensch erklärt: Jesus ist nicht der von Gott gesandte Erlöser (weil ein gekreuzigter Mensch aus der Gemeinschaft mit Gott ausgestoßen ist, vgl. 5. Mose 21, 23; Gal 3, 13), das konnte bedeuten: Jesus verfluchen. Dagegen: Befreit Gottes Geist einen Menschen, so dass er Jesus als seinen Herrn bekennt und seine Macht bezeugt, dann lebt er unter seiner Herrschaft.

V 4 - 7: Verschiedene Gaben (Charismen), Ämter (wörtlich Dienste), Kräfte. So wie uns der eine Gott auf verschiedene Weise begegnet - als Heiliger Geist, als der auferstandene Herr und als Schöpfer und Vollender so erfahren wir in der Gemeinde die Vielfalt der Gaben des einen Gebers. Obwohl Gottes Geist unsichtbar ist, erfahren wir seine Gegenwart in seinen Gaben. Die Begabungen sind zum Nutzen aller geschenkt. Gott kommt es auf den Dienst an, den der Beschenkte mit seiner Begabung dem Gemeindewohl erweist.

V 8 - 10: Paulus führt nicht alle Gnadengaben auf, sondern nennt nur die, die in Korinth besonders wichtig genommen wurden. Röm 12, 3 - 8 nennt weitere Gnadengaben.

V 8: Weisheits- und Erkenntnisrede ist z. B. die Begabung, die Bibel sachgemäß zu verstehen und die biblische Lehre verständlich auszulegen.

V 9: Glaube: Ohne Glauben gibt es keine Gemeinschaft mit Gott. Darüber hinaus schenkt Gott einzelnen die Gabe eines besonders starken Vertrauens, das Menschen in Bewegung setzt und Umstände verändert - auch da, wo es unmöglich erscheint (vgl. 13, 2). Durch die Gnadengaben der Heilungen und Kraftwirkungen (V 10) hat Gott besonders in den ersten Gemeinden die missionarische Verkündigung bekräftigt (Apg 4,16).

V 10: Prophetische Rede sagt nicht in erster Linie zukünftige Ereignisse voraus, sondern ist auch direktes Wort Gottes zur Lage und deutet Gottes Handeln in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Nicht immer kommt Gottes Geist zu Wort, wenn Menschen in Verzückung reden. Auch antigöttliche Mächte missbrauchen den Menschen als Sprachrohr. Darum gibt Gott der Gemeinde Menschen mit "Durchblick", so dass sie das Reden Gottes von der Stimme des Versuchers unterscheiden können (vgl. 1. Kor 14, 29 und 1.Thess 5, 21). Zungenrede oder Sprachenrede und ihre Auslegung galten in Korinth als besonders wertvolle Begabungen und wurden als deutlicher Beweis für das Wirken des Heiligen Geistes geschätzt. Paulus stellt diese Gabe aber bewusst an den Schluss seiner Aufzählung. In Kapitel 14 legt er dar, dass es nicht um Reden in Verzückung geht, sondern um die Fähigkeit, Gott in einer vom Beter nicht erlernten Sprache anzubeten. Weil aber das klare, verständliche und Orientierung gebende Wort biblischer Lehre und prophetischer Rede dem Aufbau der ganzen Gemeinde dient, sind diese Gnadengaben der Sprachenrede vorzuziehen.

V 11: Gottes Geist verteilt seine Gnadengaben, wie er will. Nicht freie Auswahl nach persönlicher Vorliebe entscheidet, welche Begabungen Gott uns zuteilt. Er gibt nach seinem Ermessen die Gnadengaben, die für den Aufbau der ganzen Gemeinde notwendig sind und unser persönliches Weiterkommen in der Gemeinschaft der Nachfolger Jesu fördern.

bündeln

Gottes Geist befreit den Menschen von Zwängen und Abhängigkeiten gottfeindlicher Mächte. Im Dienst für Gott und in der Gemeinschaft der Gemeinde erfährt er seine Bestimmung und wahre Freiheit.

Gott ist Schöpfer und Erlöser und Geber aller Gaben. Daher schenkt er dem Christen nicht nur neue Gaben, sondern weckt und fördert auch die Begabungen und Fähigkeiten, die dem Menschen von Geburt an gegeben sind. Alle Gaben sind geschenkt, d. h. Gnadengaben und alles kann zur Geistesgabe werden, was Gottes Geist in Dienst nimmt.

Keine Gabe und Fähigkeit ist ehrenvolle oder verdienstvolle Auszeichnung für besondere Leistungen, sondern unverdientes Geschenk Gottes, eben Charisma im wörtlichen Sinn. Elitedenken und Konkurrenzdenken sind daher verfehlt.

Gottes Geist gibt uns nicht immer die Gaben, die wir uns wünschen, sondern er verleiht die Begabungen, die wir nach seinem Ermessen brauchen - zum Aufbau der Gemeinde.

Unverzichtbar für den Aufbau der Gemeinde sind die Gnadengaben der Lehre (Weisheits- und Erkenntnisrede), der prophetischen Rede und der Gemeindeleitung (l. Kor 12, 28).

Gottes Geist schenkt Gnadengaben, damit die Beschenkten mit ihren Fähigkeiten Gemeinde bauen. Die Gaben werden missbraucht, wenn sie nur der eigenen "geistlichen Selbstverwirklichung" dienen. Gnadengaben sind niemals eigennützig, sondern immer gemeinnützig.

Gnadengaben müssen erstrebt (V 31), d. h. entdeckt, gefördert, ausgebildet und eingesetzt werden. Sie werden andererseits durch Bequemlichkeit, Ungehorsam oder Sünde blockiert.

vertiefen

  1. Was bewirkt der Heilige Geist?
  2. Warum erklärt Paulus die Wirkung der Heiligen Geistes so ausführlich?
  3. Welche Rolle hat der Heilige Geist innerhalb der Dreieinigkeit und im Bezug auf die Gemeinde?
  4. Woran kann eine Gemeinde oder der Einzelne die Wirkung des Heiligen Geistes erkennen?

anwenden

  1. Wie erfahre ich, welche Gnadengaben Gott mir gegeben hat?
  2. Wie und wo setze ich meine Gnadengaben im Dienst für Gott ein?
  3. Welche Hilfen brauche ich, damit meine Gaben entwickelt werden?
  4. Stellt eine Liste mit den Begabungen zusammen, die Gott Menschen in Eurer Gemeinde geschenkt hat.
    • Wie werden diese Gaben zum Aufbau Eurer Bibelgesprächsgruppe und für die Gemeinde genutzt?
    • In welchem Verhältnis stehen die Aufgaben in Eurer Gemeinde und die vorhandenen Gaben zueinander?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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