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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 23Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder
Von Hans Immel
lesenRömer 8, 1 - 17

lernen

Seit dem Sündenfall hat der Mensch ein gebrochenes Verhältnis zu seinem Schöpfer. Er rechnet nicht mit Gott und plant sein Leben eigenständig. Gottes Geist überwindet diese Lebenshaltung. Er befreit den Menschen zu einem Leben In neuer Gemeinschaft mit Gott und befähigt ihn, unter der Herrschaft Jesu zu leben.

erklären

V 1: In Christus Jesus sind Menschen, die ihm vertrauen und unter seiner Herrschaft leben. Gott spricht sie frei von Schuld und nimmt sie in die Gemeinschaft mit sich auf.

V 2: Gesetz bedeutet in der Bibel vor allem die Zehn Gebote und die fünf Bücher Mose. Gesetz der Sünde und des Todes: Gottes Gebote decken auf, was Sünde ist und machen deutlich, daß der Mensch ohne Gott sein Leben verfehlt (Sünde = Zielverfehlung!) und daher des Todes schuldig ist (vgl. Röm 3, 20b).

Das Gesetz des Geistes ist kein anderes neues Gesetz. Der Ausdruck macht vielmehr deutlich: Gottes Gebot ist die neue Lebensordnung für die Menschen, die sein Geist zum Leben in der Gemeinschaft mit ihm befreit hat. Der Mensch, der von Gottes Geist bestimmt wird, befolgt Gottes Willen nicht nur äußerlich - dies wäre Dienst nach Vorschrift, - sondern von Herzen und tut aus innerer Überzeugung, was Gott gefällt. Diese grundlegende Neuausrichtung des Menschen hatten die Propheten schon im Alten Testament angekündigt: Jer 31, 33.

V 3 und 4: Gott spricht Sünder frei von Schuld und Strafe, weil Jesus am Kreuz starb und so an unserer Stelle erfüllte, was Gottes Gesetz als Strafe für Sünde fordert: den Tod (vgl. Röm 5, 8 - 11).

V 5 - 8: Fleisch meint nicht den menschlichen Körper. Die Bibel bezeichnet mit diesem Begriff die Lebenshaltung des Menschen, der Gott aus seinem Denken ausschließt, ihn nicht in seine Entscheidungen einbezieht und eigenmächtig handelt (Röm 3,11-20). Der Mensch ist Fleisch, weil er Sünder ist, und aus dieser Grundhaltung heraus denkt, entscheidet und handelt er fleischlich (andere Übersetzung: "selbstsüchtige Art", "eigene Wünsche"). Die Folgen dieser Lebenshaltung sind der Verlust der Gemeinschaft mit Gott mit allen Konsequenzen, also Tod.

V 9 - 11: Gottes Geist wohnt in euch. Am Pfingsttag hat Gott seinen Geist allen Menschen gegeben, die durch Glauben mit Jesus verbunden sind. Seitdem ist Jesus durch diesen Heiligen Geist - unabhängig von Ort und Zeit bei den Menschen, die ihm vertrauen und nachfolgen (Joh 14, 18.28). Dies gilt für jeden Christen persönlich und ebenso für die ganze Gemeinde.

Weil der Geist Gottes der Geist Jesu ist, können bei Paulus die Begriffe wechseln, z. B. V 9.

V 10: Als Geschöpf von Fleisch und Blut wird der Mensch alt und muss sterben. Diese Auswirkung der Sünde bleibt auch für den Christen bestehen. Gottes Geist erneuert nicht den Leib des Menschen, sondern seine Beziehung zu Gott. Der Christ ist Gott recht (d. h. gerecht gemacht), weil er Jesus vertraut. Der Geist Gottes beruft den Menschen zugleich in den Dienst für Gott (Röm 12, 1 - 3), denn Gott sieht Menschen also nicht nur um Jesu willen an gerecht an, sondern er befähigt ihn durch Jesu Geist, auch gerecht zu leben.

V 12 und 13: Auch der Christ bleibt den Versuchungen und Verführungen seiner selbstsüchtigen Art ausgesetzt. Aber er lebt im Kraftfeld des Geistes Gottes und findet durch ihn die Kraft, Gottes Willen zu bejahen und zu befolgen (vgl. Gal 5, 16).

V 14: Gottes Kinder, wörtlich "Söhne Gottes", sind im Alten Testament die Israeliten (2. Mose 4, 22). Gottes Geist führt Gottes Kinder: Er leitet sie an, auf Gottes Wort zu hören und es zu tun (Joh 14,26).

V 15: Gottes Geist befreit von den Zwängen der Sünde und schenkt eine Beziehung zu Gott, die von liebevollem Vertrauen und Gehorsam geprägt ist. Abba, so spricht in der Sprache Jesu das Kleinkind vertrauensvoll seinen Vater an - so sprach Jesus mit Gott (Mk 14, 36) und so sollen auch wir mit Gott sprechen.

V 17: Neues Leben unter der Führung des Geistes Gottes bedeutet: Jesus nachfolgen, mit ihm leiden und mit ihm auf ewig verbunden sein. Gottes Kinder müssen sich auf Widerstand, Spott und Verfolgung einstellen - wie Jesus. Zusammen mit ihm werden sie aber auch Erben und Bürger der neuen Welt Gottes sein (Offb 21, 1 - 7).

bündeln

Der Mensch muss in seinem ganzen Wesen, d. h. in seiner Grundhaltung neu werden, wenn er in Gemeinschaft mit Gott leben will. Diese Erneuerung erfährt er nicht durch Umerziehung oder Veränderung seiner Erbenlagen. Sie geschieht durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Wer sich von Gottes Geist leiten und führen lässt, der denkt, entscheidet und handelt geistlich (V 5), d. h. er folgt nicht nur Einzelimpulsen, sondern lässt sich in der gesamten Lebenausrichtung von Gottes Geist bestimmen. Dieser erinnert an Jesu Worte und macht Gottes Wort verständlich.

In besonderen Situationen enthüllt der Heilige Geist uns Gottes Willen (Apg 13, 2). Seine Führung erfahren wir auch durch Predigt, Bibellesen, Beten, im seelsorglichen Gespräch oder durch besondere Ereignisse.

Gottes Geist schenkt uns trotz Anfechtungen und Zweifel die Gewissheit, dass wir wirklich Gottes Kinder sind und In neuer Gemeinschaft mit Gott leben. Er stärkt die Hoffnung, dass wir zu einem neuen Leben in Gottes neuer Welt auferweckt werden.

vertiefen

  1. Gliedert den Text in Abschnitte und findet für jeden Überschriften.
  2. Viele Menschen haben nur eine verschwommene Vorstellung von Gottes Geist. Zählt auf, was der Text über den Geist Gottes aussagt.
  3. Was hat Gottes Geist nach den Aussagen des Bibeltextes mit dem Christwerden und Christbleiben zu tun?
  4. Wie können wir die Begriffe "Fleisch, Geist, Gesetz, fleischlich" solchen Menschen verständlich erklären, die die Sprache der Bibel nicht kennen?
  5. Inwiefern hilft das Bild von den "Früchten des Geistes" (Gal 5, 22), das Wirken das Geistes Gottes verständlich zu machen?

anwenden

  1. Wie erfahren wir Veränderung unseres selbstsüchtigen Wesens durch Gottes Geist? Welche Lebensbereiche werden von der Erneuerung erfasst?
  2. Wie zeigt es sich in Eurem Leben, dass Ihr Gottes Kinder seid?
  3. Wie erklärt Paulus das Leid, das er in seinem Leben erfahren muss? Was können wir daraus lernen?
  4. Was habt Ihr persönlich aus diesem Text über den Heiligen Geist gelernt?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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