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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 18Ich habe den Herrn gesehen
Von Ernst Wilhelm Erdlenbruch
lesenJohannes 20, 1-20

lernen

Jesus ist nicht ein großer, verehrungswürdiger Toter aus längst vergangener Zeit. Er lebt! Wir können ihn kennen lernen und in eine lebendige Beziehung zu ihm treten Das alles begann mit Jesu Auferstehung zu Ostern.

erklären

V 1 - 2: Jesus ist am Tag vor dem Sabbat, d. h. am Freitagnachmittag gestorben und begraben worden. Am Sabbat (Samstag) ruhte er im Grab, am ersten Tag der Woche (Sonntag) ist er auferstanden. Deshalb feiern Christen an jedem Sonntag die Auferstehung ihres Herrn! - Magdala lag am Westufer des Sees Genezareth, aus dem Ortsnamen wurde der Beiname "Magdalena". Jesus hatte diese Frau von dämonischen Belastungen befreit (Lk 8, 2). Sie war ihm in besonderer Dankbarkeit verbunden und gehörte zu den Frauen, die sich um Jesus und seine Jünger sorgten. Auch bei der Kreuzigung Jesu war sie dabei. Das "wir" (V 2) weist darauf hin, dass sie mit anderen Frauen zum Grab gegangen war (Mk 16,1). Das Grab, in dem Jesus bestattet wurde, war eine Felskammer, so groß, dass man hineingehen konnte (V 6). Der Eingang wurde durch eine runde Steinplatte verschlossen, die man vor den Eingang rollte oder schob. Dieser Stein war jetzt entfernt, man konnte ins Grab hineinblicken. Es war leer.

V 3 - 7: Petrus und der andere Jünger. Gemeint ist wahrscheinlich Johannes, der Verfasser dieses Evangeliums. Man spürt, dass ein Augenzeuge redet. Die Art und Weise, wie Leinentücher und Schweißtuch im Grab liegen, machen deutlich, dass der Leichnam nicht geraubt oder umgebettet worden ist. Dann wären die Tücher entweder mit fortgenommen oder hätten am Boden gelegen.

V 8:... der andere Jünger... sah und glaubte. Johannes erkennt: Es gibt nur eine Deutung für das, was er hier sieht: Jesus ist auferstanden, er blieb nicht im Tod, er lebt. Auch wenn Johannes noch nicht alles versteht, (siehe V 9) so wird ihm doch schlagartig klar: Jesus ist wirklich Gottes Sohn, Retter aller Menschen, Herr über Himmel und Erde.

V 9: Denn sie verstanden die Schrift noch nicht. Hätten die Jünger ihre Bibel (d. h. das Alte Testament) wirklich gekannt und verstanden, wäre ihnen schon beim Sterben Jesu klar gewesen: Jesus wird nicht im Tod bleiben (Lk 24, 46). Der Auferstandene hat ihnen das später klargemacht (z B. auf dem Weg nach Emmaus Lk 24, 25-27).

V 14 - 16: Jesus ist nach seiner Auferstehung den Menschen zunächst nicht in göttlicher Herrlichkeit begegnet, sondern in der Gestalt eines Menschen, aber er war verändert. Auch die, welche ihn von früher kannten, wussten erst, wer er war, als er sich zu erkennen gab (Lk 24, 15.16). Erst als Jesus Maria anredete, weiß sie, dass Jesus vor ihr steht. Sie antwortet mit einem einzigen Wort, in dem ihre ganze Liebe und Freude mitschwingt. Der jüdische Lehrer, hebräisch "Rabbi" (die besonders höfliche Anredeform lautete: Rabbuni) war für seine Schüler nicht nur Lehrer, er war zugleich großes Vorbild und väterlicher Freund. Für Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen galt das in einer einzigartigen Weise.

V 17: Rühre mich nicht an kann auch übersetzt werden: "Halte mich nicht fest!" Nach seiner Auferstehung nimmt Jesus die bisherige Beziehung zwischen ihm und seinen Jüngern nicht wieder so auf, wie sie vorher bestand. Er wird in Kürze "auffahren" - d. h. hinübergehen in Gottes unsichtbare Welt. Auf diese neue Beziehung mit dem dann unsichtbaren Jesus bereitet er Maria vor.

Jesus bezeichnet hier seine Jünger als Brüder (vgl. V 18).

V 19 - 20: Zwar hat Maria den anderen Jüngern gesagt, dass Jesus lebt. Aber das genügt nicht. Sie sollen selbst Jesus begegnen und sehen, dass er wirklich lebt. Darum geht Jesus zu seinen Jüngern. Der Auferstandene ist nicht mehr den Grenzen von Raum und Zeit unterworfen: Er kommt durch verschlossene Türen. Es ist aber derselbe Jesus, der am Kreuz starb: sein Körper trägt noch die Narben seiner Hinrichtung.

Die Jünger sind glücklich, Jesus lebt.

bündeln

  • Jesus ist wirklich und leiblich auferstanden: Das zeigen das leere Grab und seine Wundmale. Hier geht es nicht um Visionen, die sich seine Jünger nur eingebildet hätten.
  • Die Jünger haben sich auch nicht sehnsüchtig in den Gedanken der Auferstehung Jesu hineingesteigert. Im Gegenteil: Auf ihrer Seite waren zunächst nur Verständnislosigkeit, Trauer und Furcht.
  • Weder das leere Grab noch die Berichte von Zeugen beweisen zwingend, dass Jesus auferstanden ist. Der eine glaubt (V 8) angesichts des leeren Grabes, der andere ist betroffen, aber doch ratlos.
  • Der Auferstandene selbst sorgt dafür, dass seine Jünger ihn erkennen und an ihn glauben können.

vertiefen

  1. Vergleicht die beiden Erfahrungen, die der Jünger und die der Maria aus Magdala. Was ist für sie wichtig? Was beichten sie den anderen?
  2. Der Vorgang der Auferstehung selbst wird in der Bibel nicht beschrieben. Sie lässt statt dessen Augen- und Ohrenzeugen zu Wort kommen, die dem Auferstandenen begegnet sind (vgl. auch 1. Kor 15, 5-8). Sind das zwingende Beweise? Wozu sonst helfen uns diese Berichte?
  3. Beschreibt, wie der Glaube an den auferstandenen Jesus beginnt, - bei Johannes, - bei Maria von Magdala, - bei den anderen Jüngern.

anwenden

  1. Wer Jesus kennenlernt, weiß, dass er lebt. Wie können wir Jesus kennen lernen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang für uns heute das Gebet zu Jesus?
  2. Freude am auferstandenen Herrn - wo wird das in Eurem Leben am deutlichsten?
  3. Was bedeutet für Euch, dass Jesus Christus auferstanden ist? Wie wirkt sich das in Eurem Leben aus?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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