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im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

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Teil 2Große Texte der Bibel II:
Überblick Neues Testament
Einheit 19Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist
Von Ernst Wilhelm Erdlenbruch
lesenApostelgeschichte 2, 1 - 41, besonders Apg 2, 1- 21.32 - 41

lernen

Zu Pfingsten hat Gott seinen Heiligen Geist gesandt. Das heißt: Er begegnet Menschen so, dass sie zutiefst und umfassend von Gottes Wirklichkeit erfüllt werden. Wie das zum erstenmal geschah, davon berichtet unser Text.

erklären

V 1: Pfingsten war ursprünglich das Erntedankfest Israels. Der Name kommt vom griechischen Wort "Pentekoste", = fünfzigster (Tag); man feierte dieses Fest 50 Tage nach dem Passahfest. An diesen hohen Festtagen sollte jeder erwachsene Israelit nach Jerusalem zum Tempel kommen. - Sie alle: Jünger und Jüngerinnen Jesu - also nicht nur die Apostel - waren in einem Haus versammelt (in Apg 1, 15 ist von 120 Personen die Rede).

V 2 - 4: Dass hier Außergewöhnliches geschieht, wird sichtbar und hörbar: durch den Sturm, die Feuerflammen und das Sprachwunder. Die Jünger Jesu können in Sprachen sprechen, die ihnen vorher unbekannt waren; sie werden verstanden von solchen, die in der jeweiligen Sprache großgeworden sind. Daran wird deutlich: Wenn Gottes Geist Menschen erfasst, schenkt er ihnen Begabungen (griechisch: Charismen), die sie vorher nicht besassen.

V 5 - 11: Menschen aus vielen Völkern erleben dieses wunderbare Handeln Gottes: Juden, die im Ausland geboren und aufgewachsen und nach Jerusalem zurückgekehrt waren, und Nichtjuden ("Proselyten"), die zum jüdischen Glauben übergetreten waren. Parther, Meder und Elamiter wohnten in Persien; Mesopotamien ist der heutige Irak; Kappadozien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien liegen in der heutigen Türkei.

V 11 b: Die wichtigste Wirkung des Geistes Gottes ist, dass Menschen Gott und seine großen Taten loben (nach dem Zeugnis der Bibel ist dieses der tiefste Sinn unseres Menschseins (Eph 1, 6.12.14).

V 12: Es kommt zu gegensätzlichen Reaktionen. Gottes Geist zwingt Menschen nicht, sondern er stellt uns in eine Entscheidung.

V 16 - 18: Die Erfüllung von Gottes Geist haben einzelne Menschen in Israel auch früher erfahren: Könige und Propheten, Priester und Richter. Neu ist, dass alle Menschen dies empfangen können. Die sichtbare Wirkung des Geistempfangs wird auch hier beschrieben durch außergewöhnliche Fähigkeiten, die Gott Menschen schenkt: im Namen Gottes zu reden (weissagen), seinen Willen zu erkennen durch Visionen oder Träume.

V 19 - 21: Das Kommen des Heiligen Geistes ist ein Signal, dass das Ende der Welt bevorsteht (auch wenn seitdem fast 2000 Jahre vergangen sind). Am Ende dieser Weltzeit hält Gott Gericht. Nur der Mensch wird in Gottes neue Welt hinein gerettet, der vorher den Namen des Herrn anruft: den Herrn um Vergebung seiner Schuld bittet und sich seiner guten Herrschaft unterstellt (vgl. Joel 3, 5).

V 32 - 36: Weil Jesus gestorben, auferstanden und durch die Himmelfahrt zu Gott hin erhöht ist, ist Pfingsten möglich. Denn Jesus ist durch seinen Kreuzestod und durch seine Auferstehung zum Herrn und Retter aller Menschen geworden. Das Gebet, das dem einzelnen Rettung in Gottes Gericht schenkt (V 21), muss sich also an Jesus wenden.

V 37 - 41: Damit der einzelne Mensch den Geist Gottes empfängt, ist "Buße6quot; nötig. Besser übersetzt man dieses Wort mit "Umkehr" oder "radikaler innerer Neuausrichtung". Diese Umkehr wird sichtbar in der Taufe, die nach der Bibel den "Tod" unserer bisherigen Existenz und gleichzeitig einen grundlegenden Neuanfang sichtbar macht. Wenn ein Mensch innerlich umkehrt und das äußerlich durch die Taufe sichtbar macht, schenkt Gott ihm die Vergebung der Sünden und den Heiligen Geist.

V 41: Alle, die Gottes Geist empfangen haben, gehören untrennbar zusammen; sie werden in V 47 "Gemeinde" genannt.

bündeln

Den Heiligen Geist empfangen heißt:

  • Gott begegnet einem Menschen so intensiv, dass er ihn im Innersten erfüllt.
  • Diese tiefgreifende Veränderung wird nach außen sichtbar; u. a. durch besondere, manchmal außergewöhnliche Fähigkeiten (Charismen). Das gilt für Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, jeder Rasse und Kultur.
  • Gott schenkt seine Gaben denen, die Jesus anrufen, ihn um Vergebung ihrer Schuld bitten und sich seiner Herrschaft unterstellen.
  • Wer zu Jesus innerlich und äußerlich Ja sagt und Gottes Geist empfängt, wird damit zugleich ein Glied seiner Gemeinde.

vertiefen

  1. Was hatte sich für die Jünger und Jüngerinnen in den Wochen vor Pfingsten alles ereignet? Beschreibt ihr Stimmung (vgl. Apg 1, 13-14).
  2. Was verändert sich für die Jünger und Jüngerinnen zu Pfingsten?
  3. Welches Thema hat die Predigt des Petrus? Fasst es in einem Satz zusammen.
  4. In welchen Bildern beschreibt die Bibel an anderen Stellen die Wirkungen des Heiligen Geistes?
  5. Welche Wirkungen des Heiligen Geistes, die hier nicht genannt sind, müßten aus anderen Aussagen der Bibel ergänzt werden? (Joh 16, 8-11. 13-15; Gal 5, 22; Röm 8, 14-16. 23)

anwenden

  1. Dieser Text ist der einzige Bericht über das neutestamentliche Pfingstfest. Was feiern wir Christen mit dem Pfingstfest?
  2. Versucht, mit eigenen Worten zu beschreiben, was das bedeutet: Gott schenkt Menschen seinen Heiligen Geist.
  3. Woran liegt es, dass Menschen sich wehren oder spotten, wenn sie bei anderen Menschen Wirkungen des Geistes Gottes begegnen?
  4. Wenn jemand "den Namen des Herrn" anruft - was gehört inhaltlich zu einem solchen Gebet?
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Dr. Gyburg Beschnidt; Missionarische Gemeindedienste im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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